Im örtlichen Visitor-Center haben wir dann erfahren, dass die Bedingungen für die Tongariro-Alpine-Crossing, ein von Laura markiertes "must do", bestens sind. Aus diesem Grund sind wir zum Camping-Platz am Basecamp gefahren, wo wir am nächsten Morgen um 7.30 Uhr von einem Bus abgeholt wurden, der uns zum Ausgangspunkt der Wanderung brachte.
Zusammengefasst:
Wir sind 18,5 km in 6,5h gewandert, sind dabei von 1100m auf 1886m gestiegen, um dann zum Pick-up Point auf 900m wieder herabzusteigen. Das Wetter schwankte von sonnig klar über windig bewölkt zu bedeckt und regnerisch, die Temperaturen schwankten mit. Die Schuhe erwiesen uns gute Dienste, gegen meterhohen Schnee mussten sie sich jedoch geschlagen geben und weichten zumindest bei mir (Olli) vollkommen durch. Da hier noch Frühling ist, war der eigentliche Pass noch schneebedeckt, das Vorankommen gestaltete sich mühsam, da man in dem angetauten Schnee oft knietief einsank. Die Wanderung selbst hat sich total gelohnt, wunderschöne Aussicht auf Vulkane, Krater, Seen, Wasserfälle, Waldlandschaften, Heidewiesen und schneebedeckte Berge belohnten die "Strapazen". Die berühmten Emerald-Lakes, die normalerweise blau sind, waren leider noch zugefroren - Steine durch die Eisdecke zu werfen hat aber auch Spaß gemacht. Zum Baden war es uns ein wenig kalt...
Wieder am Base-Camp angekommen haben wir warm geduscht und unsere Energiereserven mit Chips wieder aufgefüllt.
Um für ein wenig Kontrastprogramm zu sorgen, ging es am nächsten Tag ans Meer :-) In Foxton-Beach angekommen haben wir uns zunächst gewundert, warum die Leute das Meer aus dem Auto heraus betrachtet haben. Nach ein paar Minuten in der steifen Brise war auch uns klar warum die einheimischen das so machen - es war schlicht KALT! Trotzdem hat es uns so gut gefallen, dass wir auf dem Parkplatz mit Meerblick übernachtet haben und den Sonnenuntergang (nicht wie in Hawaii) ohne Japaner genießen konnten.
Nach der etwas kühlen Nacht sind wir nach Wellington aufgebrochen, nur um festzstellen, dass es dort getreu seinem Spitznahmen "Windy-Wellington" nur NOCH windiger als in Foxton am Strand war. Darüber hinaus hat es Katzen und Hunde - bzw. Kühe und Schafe geregnet. Deswegen sind wir zuerst ins Te Papa gegangen, welches ein sehr schönes, modernes und anschauliches Museum ist, das uns vor allem über die Erdbeben- und Vulkanhistorie Neuseelands aufgeklärt hat. Außerdem haben wir den größten jemals lebend gefangenen, jetzt aber in Formalin eingelegten Riesen-Squid gesehen - echt glibberig - könnte aus "Aliens" stammen.
Unsere letzte Aktivität auf der Nordinsel (bei strahlendem Sonnenschein) war ein "lush walk" durch den botanischen Garten Wellingtons.
Aus unserem Kopfkino wird Realität - nach 4 bzw. 5 Jahren an kölschen Schreibtischen werden nun Orte bereist, die mit am weitesten von unserem Alltag entfernt liegen.
Dienstag, 26. Oktober 2010
Neuseeland - Teil 2
Wir wissen zwar, dass die gefaehrlichsten Raubtiere in Neuseeland Possums und Rodents sind (Nagetiere, die urspruenglich aus Australien stammen), dennoch hatte man irgendwie das Gefuehl, dass ein RIESEN-Grizzly am Campingwagen wackelt und bruellt... Zudem stank es stark nach faulen Eiern und leicht vergoren... Da es stockdunkel war (und damit meinen wir wirklich S T O C K D U N K E L) hatten wir keinerlei Orientierung und im Hintergrund gluckerte und gluckste es... Wie sich am naechsten Morgen herausstellte, hatten wir direkt neben Mudpools geparkt: diese sind eine geothermische Besonderheit. Eigentlich ist es nur ein grosses Schlammbecken, dass allerdings durch die Erdwaerme so stark erhitzt wird, dass es blubbert und spritzt wie beim Nudelkochen. Dabei treten Sulfurgase aus, die uns den gesamten restlichen Tag nicht aus der Nase gegangen sind (die ganze Region riecht so).
Im Geothermal-Wonderland von Wai-o-Tapu haben wir dann eine Ansammlung geothermischer Besonderheiten auf kleinstem Raum entlang eines Pfades bewundert. Von bunten Seen, spruehenden Geysiren, blubbernden Champagnerpools und warmen Baechen war alles dabei. Hoehepunkt soll ein taeglich um Punkt 10.15 Uhr (touristenfreundlich :-)) speiender Geysir sein - etwas enttaueschend war die Tatsache, dass dies nur deshalb so punktgenau passiert, weil der Park-Ranger ein grosses Stueck Kernseife in den Schlund des Geysirs wirft... Das Schauspiel hat die erste Enttaueschung aber bei weitem ueberwogen (geduscht hatten wir danach auch schon *gg*).
Am folgenden Tag sind wir zu den Huka Falls gefahren. Eigentlich wollten wir einen Pfad entlangwandern, wegen Baumfaellarbeiten mussten wir abkuerzen und sind direkt mit dem Campervan an den Aussichtspunkt herangefahren. Der Wasserfall faellt nicht senkrecht einen Hang hinunter sondern zeichnet sich dadurch aus, dass riesige Wassermassen durch die Flussenge fliessen muessen - was einen reissenden Strom erzeugt (220.000 Liter Wasser pro Sekunde!).
Im Geothermal-Wonderland von Wai-o-Tapu haben wir dann eine Ansammlung geothermischer Besonderheiten auf kleinstem Raum entlang eines Pfades bewundert. Von bunten Seen, spruehenden Geysiren, blubbernden Champagnerpools und warmen Baechen war alles dabei. Hoehepunkt soll ein taeglich um Punkt 10.15 Uhr (touristenfreundlich :-)) speiender Geysir sein - etwas enttaueschend war die Tatsache, dass dies nur deshalb so punktgenau passiert, weil der Park-Ranger ein grosses Stueck Kernseife in den Schlund des Geysirs wirft... Das Schauspiel hat die erste Enttaueschung aber bei weitem ueberwogen (geduscht hatten wir danach auch schon *gg*).
Am folgenden Tag sind wir zu den Huka Falls gefahren. Eigentlich wollten wir einen Pfad entlangwandern, wegen Baumfaellarbeiten mussten wir abkuerzen und sind direkt mit dem Campervan an den Aussichtspunkt herangefahren. Der Wasserfall faellt nicht senkrecht einen Hang hinunter sondern zeichnet sich dadurch aus, dass riesige Wassermassen durch die Flussenge fliessen muessen - was einen reissenden Strom erzeugt (220.000 Liter Wasser pro Sekunde!).
Montag, 18. Oktober 2010
Neuseeland die Erste - Auckland und Gluehwuermer
Hallo zusammen vom fast genau entgegengesetzten Ende der Welt - Neuseeland! Der erste Eindruck war: kalt, wir wollen zurueck nach Fiji!!!
Denn hier wird es so langsam Fruehling und es scheint besonders frostig gewesen zu sein, denn auch Einheimische haben sich beschwert (oder sie wollten es uns erleichtern..) Das Schoene ist aber, dass hier alles blueht und auf jeder Weide (also ca. 97% der Flaeche Neuseelands) gaanz viele Schafe mit Laemmern und Kuehe mit Kaelbern stehen!
Angekommen sind wir in Auckland. Unabhaengig voneinander hat diese Stadt Olli und mich an Glasgow erinnert - kalt, windig, bergig- eventuell einen Tacken schoener ;)
Nach einem Stadtbummel haben wir fuer den naechsten Tag beschlossen, drinnen zu bleiben und das Auckland Museum zu besichtigen. Hier werden viele Maori Stuecke ausgestellt und die Geschichte Neuseelands erlaeutert.
Danach haben wir unser zu Hause auf Zeit abgeholt bzw. bezogen: unseren Campervan! (der aus heutiger Sicht viel Benzin verbraucht, seitenwindanfaellig ist und die Handbremse nur zur Dekoration spazieren faehrt!) Nichtsdestotrotz war es schoen, den Rucksack mal fuer laengere Zeit auspacken zu koennen und sich heimisch zu machen.
Abends haben wir dann Ollis Geburtstagsgeschenk eingeloest: ein Dinner-Buffet in der Skycity, einem Casino-/Bar-/Veranstaltungskomplex in der Innenstadt Aucklands. Das Essen war sehr lecker - das Fruehstueck am naechsten Morgen wurde WEIT nach hinten geschoben :-)
Um uns von Auckland zu verabschieden sind wir mit unserem zu Hause auf den Mount Eden gefahren, von dem man Auckland super ueberblicken (und auch fruehstuecken) kann :-) Dazu konnten wir der aufstrebenden Rugby-Jugend Neuseelands beim Fruehsport zugucken.
Die erste Station ausserhalb Aucklands waren die Hamilton Gardens - verschieden thematisch angelegte Gaerten. Wir sind den Paradies-Weg durch die Gaerten gelustwandelt (=Laura) / gegangen (=Olli) und sind dabei ein wenig aus der Froststarre aufgetaut.
Die Waitomo-Glowworm-Caves waren dann das letzte Ziel des Tages, dort haben wir mit einer Tour zunaechst Kalk-/Sandsteinhoehlen besichtigt und anschliessend mit einem Boot durch den darin verlaufenden unterirdischen Fluss gefahren. An der Decke der Hoehle hingen zigtausend der beruehmten Glowworms, die eigentlich keine Wuermer sondern Insekten (genauer: Insekten im Larvenstadium) sind. So eklig wie es klingt war es aber nicht: in vollstaendiger Dunkelheit hatte man das Gefuehl unter einem Sternenhimmel entlangzugleiten. Das einzige was man hoerte war das Gluckern und Ploppen der Wassertropfen, die von der Decke fielen. (@Flo: deine Karte hat bei der Entscheidungsfindung gut geholfen!)
Quer ueber die Insel (von West nach Ost) sind wir Richtung Wai-o-Tapu gefahren, um dort am naechsten Tag die Thermal Pools (inkl. Geysire) zu besichtigen. Da die Fahrt laenger dauerte als geplant, kamen wir im Dunkeln an und konnten keinen Campingplatz in der Naehe ausfindig machen. Dementsprechend haben wir auf einem Parkplatz an den brodelnden und gluckernden Mud-Pools uebernachtet. Gruselig-gruselig - warum? Gibt es im naechsten Eintrag :-)
Denn hier wird es so langsam Fruehling und es scheint besonders frostig gewesen zu sein, denn auch Einheimische haben sich beschwert (oder sie wollten es uns erleichtern..) Das Schoene ist aber, dass hier alles blueht und auf jeder Weide (also ca. 97% der Flaeche Neuseelands) gaanz viele Schafe mit Laemmern und Kuehe mit Kaelbern stehen!
Angekommen sind wir in Auckland. Unabhaengig voneinander hat diese Stadt Olli und mich an Glasgow erinnert - kalt, windig, bergig- eventuell einen Tacken schoener ;)
Nach einem Stadtbummel haben wir fuer den naechsten Tag beschlossen, drinnen zu bleiben und das Auckland Museum zu besichtigen. Hier werden viele Maori Stuecke ausgestellt und die Geschichte Neuseelands erlaeutert.
| Ahnengalerie |
Abends haben wir dann Ollis Geburtstagsgeschenk eingeloest: ein Dinner-Buffet in der Skycity, einem Casino-/Bar-/Veranstaltungskomplex in der Innenstadt Aucklands. Das Essen war sehr lecker - das Fruehstueck am naechsten Morgen wurde WEIT nach hinten geschoben :-)
Um uns von Auckland zu verabschieden sind wir mit unserem zu Hause auf den Mount Eden gefahren, von dem man Auckland super ueberblicken (und auch fruehstuecken) kann :-) Dazu konnten wir der aufstrebenden Rugby-Jugend Neuseelands beim Fruehsport zugucken.
Die erste Station ausserhalb Aucklands waren die Hamilton Gardens - verschieden thematisch angelegte Gaerten. Wir sind den Paradies-Weg durch die Gaerten gelustwandelt (=Laura) / gegangen (=Olli) und sind dabei ein wenig aus der Froststarre aufgetaut.
Die Waitomo-Glowworm-Caves waren dann das letzte Ziel des Tages, dort haben wir mit einer Tour zunaechst Kalk-/Sandsteinhoehlen besichtigt und anschliessend mit einem Boot durch den darin verlaufenden unterirdischen Fluss gefahren. An der Decke der Hoehle hingen zigtausend der beruehmten Glowworms, die eigentlich keine Wuermer sondern Insekten (genauer: Insekten im Larvenstadium) sind. So eklig wie es klingt war es aber nicht: in vollstaendiger Dunkelheit hatte man das Gefuehl unter einem Sternenhimmel entlangzugleiten. Das einzige was man hoerte war das Gluckern und Ploppen der Wassertropfen, die von der Decke fielen. (@Flo: deine Karte hat bei der Entscheidungsfindung gut geholfen!)
| Bilder waren in der Hoehle selbst leider nicht erlaubt, mit so einem Boot wurden wir dort"durchgegondelt". |
Quer ueber die Insel (von West nach Ost) sind wir Richtung Wai-o-Tapu gefahren, um dort am naechsten Tag die Thermal Pools (inkl. Geysire) zu besichtigen. Da die Fahrt laenger dauerte als geplant, kamen wir im Dunkeln an und konnten keinen Campingplatz in der Naehe ausfindig machen. Dementsprechend haben wir auf einem Parkplatz an den brodelnden und gluckernden Mud-Pools uebernachtet. Gruselig-gruselig - warum? Gibt es im naechsten Eintrag :-)
Sonntag, 10. Oktober 2010
Bula! oder auch "Welcome to Fiji"
Zunaechst eine Leseanleitung:
Da wir in Neuseeland wieder Zugang zu schnellem, guenstigeren Internet haben, koennt ihr unsere Berichte zu unserem Aufenthalt auf Hawaii weiter unten lesen.
Und nun zu Fiji:
Das erste spannende Phaenomen war, dass wir in 8h Flugzeit 30 h Zeit-Zeit ueberwunden haben. Zudem hatten wir einen Zwischenhalt auf den Christmas-Islands (ohne aussteigen zu duerfen) - sehr idyllisch (Cassidy INTERNATIONAL Airport!!!) - aber auch sehr einsam... Die Flughafenmitarbeiter liefen barfuss auf dem Rollfeld herum und die Leiter zum Aussteigen wurde heranGETRAGEN!
Angekommen in Nadi auf dem "Mainland" hatten wir noch eine Nacht bis zu Ollis Geburtstag und der Weiterfahrt zur Waya-Lailai Insel. An dem Abend gab es eine Vorstellung eines Feuertanzes von Einheimischen - etwas lebensmuede aber sehr unterhaltend :-)
Da wir in Neuseeland wieder Zugang zu schnellem, guenstigeren Internet haben, koennt ihr unsere Berichte zu unserem Aufenthalt auf Hawaii weiter unten lesen.
Und nun zu Fiji:
Das erste spannende Phaenomen war, dass wir in 8h Flugzeit 30 h Zeit-Zeit ueberwunden haben. Zudem hatten wir einen Zwischenhalt auf den Christmas-Islands (ohne aussteigen zu duerfen) - sehr idyllisch (Cassidy INTERNATIONAL Airport!!!) - aber auch sehr einsam... Die Flughafenmitarbeiter liefen barfuss auf dem Rollfeld herum und die Leiter zum Aussteigen wurde heranGETRAGEN!
Angekommen in Nadi auf dem "Mainland" hatten wir noch eine Nacht bis zu Ollis Geburtstag und der Weiterfahrt zur Waya-Lailai Insel. An dem Abend gab es eine Vorstellung eines Feuertanzes von Einheimischen - etwas lebensmuede aber sehr unterhaltend :-)
Die Ueberfahrt zur Insel verlief reibungslos (generell war die gesamte Organisation erstaunlich gut) - und wir haben am Hafen Walter gefunden (wer sich noch an die Buchserie erinnert *g*)!
Das Herz blieb uns nur kurz stehen, als unser Gepaeck auf offenem Meer von der Faehre auf eine Nussschale geworfen wurde und wir hinterherhuepfen mussten. Aber auch das hat alles geklappt und wurden am Strand von den Einheimischen mit dem auf Fiji obligatorischen Bula-Song begruesst.
Da wir auf der Insel vor allem relaxt haben, lassen wir im Folgenden (mal wieder) die Bilder fuer uns sprechen:
Als Programm hatten wir einzig eine Sonnenaufgangswanderung zum hoechsten Fleck der Insel (349 Meter ueber Meeresspiegel), von dem man eine traumhafte Aussicht hatte. Den Rest der Zeit haben wir wahlweise auf der Haengematte, im handwarmen, glasklaren Meer oder am Strand verbracht und haben den Einwohnern (und gleichzeitig Resort-Angestellten) beim entspannten Nichtstun zugeschaut :-)
Da wir auf der Insel vor allem relaxt haben, lassen wir im Folgenden (mal wieder) die Bilder fuer uns sprechen:
| Die Insel von der Strandseite aus fotografiert. |
| Kann man seinen 25. Geburtstag schoener verbringen? |
Als Programm hatten wir einzig eine Sonnenaufgangswanderung zum hoechsten Fleck der Insel (349 Meter ueber Meeresspiegel), von dem man eine traumhafte Aussicht hatte. Den Rest der Zeit haben wir wahlweise auf der Haengematte, im handwarmen, glasklaren Meer oder am Strand verbracht und haben den Einwohnern (und gleichzeitig Resort-Angestellten) beim entspannten Nichtstun zugeschaut :-)
| Beachside Waya-Lailai |
| Aussicht von dem Weg nach oben. |
| Sonnenaufgang bei Waya-Lailai |
| Laura ohne Fruehstueck um 6 Uhr morgens... :-( |
| Das "Resort" auf Waya-Lailai von dem Fels - wir hatten ein Zimmer in dem grossen gruenen Haus links unten. |
| Der "Wobbling-Rock" - alle Wanderer auf dem Stein, den der Guide dann angeschubst und zum Wackeln gebracht hat :-) |
Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini
Oahu begruesste uns dann erstmal mit einem heftigen Regenschutt, den wir aus dem Bus geniessen konnten. An unserem Hotel angekommen war alles wieder vorbei und die Luft trotzdem angenehm warm. Die erste Handlung war nach dem Check-In wiederum mal die Nahrungssuche. Letztendlich haben wir uns dann jeder ein Eis gejagt und Waikiki erkundet.
Gefuehlte 75% der Leute dort waren Japaner und ganz viele Schilder und Informationen sind zweissprachig. Nachdem wir im Internet Nichts zu einem 2. Pearl Harbor gefunden haben, waren wir uns sicher, dass das alles Touristen und keine Besatzungsmaechte waren :-)
Ganz gross unter den einen-auf-der-Strasse-Anquatschern waren die, die einen in eine Shooting-Range locken wollten, wo man mit jeder Waffe, die es so gibt, rumschiessen konnte (waere mal interessant, ob das etwas mit japanischen Waffengesetzen zu tun hat...)
Den Tag ausklingen lassen haben wir am (5 Minuten von unserem Hotel entfernten) legendaeren Waikiki-Beach. Rudelweise Surfer tummelten sich im Wasser und als der Sonnenuntergang sich naeherte, wurden Busladungen an Japanern an den Strand gespuckt. Die hatten die Rechnung aber ohne ein paar freche Wolken gemacht, die sich kurz vor dem Eintauchen des Feuerballs ins kuehle Nass (das waren die poetischen 15 Sekunden fuer heute) vormogelten. Das Gleiche passierte uebrigens die naechsten 2 Abende wieder...
Chinatown, Downtown-Honolulu und ein Pow-Wow von Native Americans, welcher in einer Broschuere gross beworben wurde, standen am naechsten Tag auf dem Programm. Kurz: Viele Asiaten, interessante Dinge zu essen, King-Kamehameha, der Iolani-Palace und eine Enttaeuschung mit ein paar Indianern, die auf einer Wiese sassen und von einem Pow-Wow (was auch immer das genau sein soll) nichts zu spueren war.
Spaeter gesellten wir uns dann zu den Schoenheiten (uns eingeschlossen) an Waikiki-Beach und haben wiederum das Japaner-Sonnenuntergangs- Spektakel bewundert.
Obwohl es sehr touristisch ist, kann auch Honolulu/Oahu seine Natur-Vergangenheit nicht leugnen. So sind wir dann auf den Diamond Head (ehemaliger Vulkan - heute Navy-Stuetzpunkt *g*) gewandert. Leider hatten diese Idee noch so viele andere Leute, dass man in einer grossen Menschenkette gelaufen ist und wir ab und zu einem Ueberholmanoever angesetzt haben. Die Aussicht hat sich nichtsdestotrotz gelohnt, den man hatte einen Rundumblick auf das aquamarin-tuerkisene Meer, Waikiki und auch die Hochhaeuser von Honolulu-Downtown.
Nach dieser "anstrengenden" (Olli ist mit Flip-Flops auf den Berg) Wanderung sind wir zum Enstpannen an den "Sandy Beach" gefahren. Dort waren vor allem Locals am Start, die Wellen haben die eher unerfahrenen Gaeste regelmaessig von den Fuessen geholt. Eigentlich konnte man dort nur mit Body-Board, Schwimmflossen und viel Erfahrung das Wasser anstaendig "verwerten", es hat uns aber viel Spass gemacht, den anderen beim "Untergehen" zuzugucken :-)
Nach einem weiteren Sonnenuntergangsspektakel gab es dann SEHR leckere Burger in der Cheesecake Factory - und da wir dem leckeren Kuchen nicht widerstehen konnten, unsere Maegen allerdings zum Bersten gefuellt waren, haben wir uns einen Apfel-Walnuss-Kaesekuchen fuer den naechsten Tag in unseren Hotelzimmerkuehlschrank gelegt.
Am letzten "vollen" Tag auf Oahu haben wir mit einem einzigen Busticket die gesamte Insel umrundet. Damit wir uns nicht erkaelten (Busse sind auf 17 Grad klimatisiert), sind wir an einem der noerdlichsten Straende ausgestiegen (Turtle Bay) und haben dort einen 2-stuendigen Zwischenstopp eingelegt. Dies war sehr entspannend - keine Japaner und generell wenig Betrieb, dafuer haben uns 2 gute Buecher und schattenspendendende Palmen den Aufenthalt versuesst.
Nach 10 Tagen Hawaii ging es dann wieder zum Flughafen - Fiji hat auf uns gewartet....
Gefuehlte 75% der Leute dort waren Japaner und ganz viele Schilder und Informationen sind zweissprachig. Nachdem wir im Internet Nichts zu einem 2. Pearl Harbor gefunden haben, waren wir uns sicher, dass das alles Touristen und keine Besatzungsmaechte waren :-)
Ganz gross unter den einen-auf-der-Strasse-Anquatschern waren die, die einen in eine Shooting-Range locken wollten, wo man mit jeder Waffe, die es so gibt, rumschiessen konnte (waere mal interessant, ob das etwas mit japanischen Waffengesetzen zu tun hat...)
Den Tag ausklingen lassen haben wir am (5 Minuten von unserem Hotel entfernten) legendaeren Waikiki-Beach. Rudelweise Surfer tummelten sich im Wasser und als der Sonnenuntergang sich naeherte, wurden Busladungen an Japanern an den Strand gespuckt. Die hatten die Rechnung aber ohne ein paar freche Wolken gemacht, die sich kurz vor dem Eintauchen des Feuerballs ins kuehle Nass (das waren die poetischen 15 Sekunden fuer heute) vormogelten. Das Gleiche passierte uebrigens die naechsten 2 Abende wieder...
Chinatown, Downtown-Honolulu und ein Pow-Wow von Native Americans, welcher in einer Broschuere gross beworben wurde, standen am naechsten Tag auf dem Programm. Kurz: Viele Asiaten, interessante Dinge zu essen, King-Kamehameha, der Iolani-Palace und eine Enttaeuschung mit ein paar Indianern, die auf einer Wiese sassen und von einem Pow-Wow (was auch immer das genau sein soll) nichts zu spueren war.
Spaeter gesellten wir uns dann zu den Schoenheiten (uns eingeschlossen) an Waikiki-Beach und haben wiederum das Japaner-Sonnenuntergangs-
Nach dieser "anstrengenden" (Olli ist mit Flip-Flops auf den Berg) Wanderung sind wir zum Enstpannen an den "Sandy Beach" gefahren. Dort waren vor allem Locals am Start, die Wellen haben die eher unerfahrenen Gaeste regelmaessig von den Fuessen geholt. Eigentlich konnte man dort nur mit Body-Board, Schwimmflossen und viel Erfahrung das Wasser anstaendig "verwerten", es hat uns aber viel Spass gemacht, den anderen beim "Untergehen" zuzugucken :-)
Nach einem weiteren Sonnenuntergangsspektakel gab es dann SEHR leckere Burger in der Cheesecake Factory - und da wir dem leckeren Kuchen nicht widerstehen konnten, unsere Maegen allerdings zum Bersten gefuellt waren, haben wir uns einen Apfel-Walnuss-Kaesekuchen fuer den naechsten Tag in unseren Hotelzimmerkuehlschrank gelegt.
Am letzten "vollen" Tag auf Oahu haben wir mit einem einzigen Busticket die gesamte Insel umrundet. Damit wir uns nicht erkaelten (Busse sind auf 17 Grad klimatisiert), sind wir an einem der noerdlichsten Straende ausgestiegen (Turtle Bay) und haben dort einen 2-stuendigen Zwischenstopp eingelegt. Dies war sehr entspannend - keine Japaner und generell wenig Betrieb, dafuer haben uns 2 gute Buecher und schattenspendendende Palmen den Aufenthalt versuesst.
Nach 10 Tagen Hawaii ging es dann wieder zum Flughafen - Fiji hat auf uns gewartet....
Aloha
Wir befinden uns inzwischen zwar schon 2 Stationen weiter, wollen euch unsere Erlebnisse im Aloha-State aber nicht vorenthalten.
Angefangen hat es in Captain Cook, von wo unser letzter Eintrag kam. Nachdem wir am Flughafen einen Mietwagen gekriegt haben, der noch die Rechnung von 3 Wochen vorher drin liegen hatte (es war also ein Neuwagen), sind wir zu Walmart gefahren, um uns ein bisschen zu verpflegen. Man hoert zwar viel von den tropischen Fruechten, die auf Hawaii so wachsen, aber der ganze Walmart, der ungefaehr die Groesse der Koelnarena (ok, etwas uebertrieben...) hatte, hat keinerlei Frischobst angeboten. Das Obstigste, was es gab, waren wahrscheinlich die "Fruchtsaefte" mit 5% Frucht und 95% Zucker drin.
Diese Enttauschung wurde dann abends aber wieder wett gemacht und uebertroffen: Suzette, die in unserem Bed and Breakfast fast alles schmeisst (den Rest macht der Besitzer, Eric), hat uns lauter Fruechte gezeigt und essen lassen, von denen wir noch nie etwas gehoert hatten. Und sie kamen auch noch direkt von der Farm um das Haus herum. Wer von euch hat z.B. schon mal was von Rambutan, Jackfruit, Lilikoi oder Cubanas gehoert? Und frisch gepflueckte Guaven, Papayas, Mangos und Sternfruechte hat man auch nicht jeden Tag auf dem Teller. Wir waren auf jeden Fall frisch mit Vitaminen versorgt und konnten unsere Suite beziehen. Das B&B ist relativ neu, daher sind die Preise sehr guenstig und wir haben es schon fast bereut, nur eine Nacht dort zu bleiben. Unseren urspruenglichen Plan, direkt morgens frueh weiter zu fahren, haben wir jedenfalls angesichts des Super-Fruehstuecks und einer Fuehrung ueber die Farm, die Eric mit uns gemacht hat, aufgegeben. Selbst geerntete Macadamianuesse und Mangos und Kaffeebohnen im Rohzustand wie auch sonst zu sehen, wie und wo das alles waechst, was man in Deutschland nur im Obstregal findet (wenn ueberhaupt), war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung!
Weiter ging es dann Richtung Sueden, wo ich das erste Mal in einem Automatik-Auto gefahren bin (und Olli keine Kommentare zum wann-soll-geschaltet-werden machen musste). Generell ist die Big Island landschaftlich sehr abwechslungsreich: Kaffeeplantagen gehen ueber in Lavafelder, wo meilenweit nur Stein zu sehen ist, ploetzlich wird es wieder gruen, dann Regenwald, dann Regionen, wo alle Graeser total vertrocknet und wie verbrannt aussehen...
Am Black Sand Beach (warum der wohl so heisst..) haben wir einen Halt gemacht und Riesenschildkroeten aus naechster Naehe gesehen, die dort am Ufer "gegruendelt" (Insider ;-) ) haben.
Der Sand war auch faszinierend, denn es war fast so, als waere der Strand asphaltiert.
Ins Wasser sind wir jedoch nur mit den Fuessen gegangen, denn die naechste Station war Volcano, wo der Nationalpark um 5 Uhr schliesst und man auch bis dann im B&B eingecheckt haben sollte.
Unser B&B war ein "Hexenhaeuschen" von 1912 und als wir spaeter im Dunkeln ankamen, war sonst niemand da- das war schon etwas unheimlich.
Wir sind auf den Tipp von Suzette (das war echt Gold wert, denn den Rest unseres Big-Island-Aufenthaltes haben wir quasi um ihre Tipps drumrum gebastelt) noch in den Nationalpark gefahren, denn das Museum dort ist bei vulkanischer Aktivitaet auch langer als 5 Uhr geoeffnet. Dort ist eine aktuelle Caldera des Kilauea-Vulkans zu sehen. Als wir amkamen, war es noch hell und man hat nur den (giftigen Sulfur/Sulfid/Sulfat (?) (bin ja keine Chemikerin) ) Dampf aus dem Krater kommen gesehen.
Im Museum hat uns dann ein freundlicher Ranger noch einiges erzaehlt und als es dann dunkel war, konnte man die Magma aus dem Krater schimmern sehen. Das war schon sehr faszinierend, neben der schieren Groesse des Areals und dem Bewusstsein, dass da etwas brodelt, was kein Mensch beeinflussen kann!
Den naechsten Tag haben wir dann auch im Nationalpark verbracht und weiter "die Wunder dieser Erde" bewundert. Nach einem kurzen Trail durch eine Lavatube (wie sie entsteht, habt ihr glaube ich schneller gegoogelt, als dass ich es beschrieben habe) und einen Regenwald (der ueberhaupt nicht regnerisch war), war unser urspruenglicher Plan schon abgearbeitet. Vom Parkplatz aus konnte man aber auch den Iki Crater Trail machen.
Man konnte von oben in diesen Krater reinsehen und urspruenglich wollte ich nur mal auf einem erkalteten Lavafeld stehen (siehe Bild).
Als wir dann aber unten waren, haben wir uns gedacht, dass es ja doch schoener ist, den Rundweg zu gehen, als da wieder hoch zu gehen, wo man runter gekommen ist. Ohne Wasser oder sonst was dabei war das unsere persoenlicher "Devastation Trail" (der eigentlich so benannte Trail fuehrt 0,8 Meilen durch ein Gebiet, wo erforscht wird, wie die Vegetation wieder anfangt zu wachsen). Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Der Ausbruch war Ende 1959 (kurz nachdem Hawaii ein Staat der USA wurde - man mag spekulieren, ob es Zusammenhaenge gibt und was die Hollywood-Studios damit zu tun haben ;-) ) und seit 15 Jahren erst ist der Krater soweit erkaltet, dass man dort wandern kann!
Nachmittags sind wir dann noch in einem grossen Meerwasser-Becken gewesen, das durch unterirdische Hitze (durch vulkanische Aktivitaet) aufgewaermt wird und so haben wir noch ein bissche Zeit in der Salzwasser-Badewanne verbracht und uns den Pieks-Angriffen der ca. 3 cm grossen Fische (which "may become aggressive", laut Info-Schild) ausgesetzt.
Echte Lava, die ins Meer fliesst, wollten wir eigentlich auch noch sehen und sind deshalb an einen bestimmten Ort JWD gefahren. Mit Taschenlampe ausgeruestet (es wird sehr frueh sehr dunkel auf Hawaii) sind wir losgelaufen, haben aber gottseidank ein entgegenkommendes Ehepaar getroffen, die wir gefragt haben, ob es sich lohnt, man Lava sieht und wie weit es noch ist. Da man weder Lava sehen konnte und die beiden seit nachmittags unterwegs waren, haben wir unsere Tour abgebrochen und sind nach Hilo in unsere Unterkunft gefahren.
Hilo ist die einwohnerstaerkste Stadt der Big Island, deshalb hatten wir den ganzen naechsten Tag dort reserviert. Wir waren aber schnell durch (inkl. Farmer`s Market, Lilikoani`s Garden und Coconut Island), sodass wir den Nachmittag am Meer verbringen wollten. Merke jedoch: Nicht alles, was Beachpark heisst, hat Sandstrand und man kann dort ins Wasser gehen. Im Endeffekt war es ein auf-der-gruenen-Wiese-Liegen mit Meeresrauschen, das das Meer von Steinen/Felsen durchsetzt war und die Wellen auch nicht zu verachten.
Nach zwei Naechten Hilo und immer wieder der Frage, was und wo essen wir (und Fast Food im Endeffekt immer die Preis-Sattmachungs-Faktor beste Alternative war), haben wir auf der Fahrt Richtung Kona in einem Deli in einem Dorf im Norden eine typisch-amerikanische Erfahrung gemacht. Die Leute und das Essen und die Einrichtung waren einfach so, wie in einem Film, wo irgendwelche Leute Plaene machen, wie sie die Bank ueberfallen, ihre Familiengeschichte ausrollen oder, oder.
Unterwegs waren wir auch beim Punalu`u Lookout, dort kann man in das Punalu`u-Valley runter gucken, wo (angeblich) alles noch sehr unberuehrt ist.
Kurz vor Kona, wo wir die letzte Nacht verbracht haben, waren wir an einem Strand (leider faellt uns beiden der Name gerade nicht ein), der zu einem der schoensten Straende der USA gewaehlt wurde. Es war tatsaechlich super, das Wasser angenehm, die Wellen so, dass man drin "toben" (sagt man das in unserem Alter noch?) konnte und am Strand konnte man auch gut liegen.
In Kona selbst standen dann alle Zeichen auf Ironman (der gestern, also am 9. stattfand): Jeder Shop hat irgendwelche "offiziellen" Ironman-Produkte und die Triathleten tummeln sich. Das war besonders am naechsten Morgen schoen anzusehen: Olli und ich genossen unser Pancake-Fruehstueck mit Blick aufs Meer, wo die Triathleten die Kalorien wieder abtrainiert haben :-)
Mittags verliessen wir dann Big Island, eine wirklich naturmaessig absolut faszinierende Insel, in Richtung Oahu, das uns fuehlen liess, als waeren wir statt nur 40 Minuten ein paar Inseln weiter 8 Stunden nach Japan geflogen.
Dazu jedoch im naechsten Eintrag mehr... (wir machen heute wieder Fliessband-Blog-Schreiben)
Angefangen hat es in Captain Cook, von wo unser letzter Eintrag kam. Nachdem wir am Flughafen einen Mietwagen gekriegt haben, der noch die Rechnung von 3 Wochen vorher drin liegen hatte (es war also ein Neuwagen), sind wir zu Walmart gefahren, um uns ein bisschen zu verpflegen. Man hoert zwar viel von den tropischen Fruechten, die auf Hawaii so wachsen, aber der ganze Walmart, der ungefaehr die Groesse der Koelnarena (ok, etwas uebertrieben...) hatte, hat keinerlei Frischobst angeboten. Das Obstigste, was es gab, waren wahrscheinlich die "Fruchtsaefte" mit 5% Frucht und 95% Zucker drin.
Diese Enttauschung wurde dann abends aber wieder wett gemacht und uebertroffen: Suzette, die in unserem Bed and Breakfast fast alles schmeisst (den Rest macht der Besitzer, Eric), hat uns lauter Fruechte gezeigt und essen lassen, von denen wir noch nie etwas gehoert hatten. Und sie kamen auch noch direkt von der Farm um das Haus herum. Wer von euch hat z.B. schon mal was von Rambutan, Jackfruit, Lilikoi oder Cubanas gehoert? Und frisch gepflueckte Guaven, Papayas, Mangos und Sternfruechte hat man auch nicht jeden Tag auf dem Teller. Wir waren auf jeden Fall frisch mit Vitaminen versorgt und konnten unsere Suite beziehen. Das B&B ist relativ neu, daher sind die Preise sehr guenstig und wir haben es schon fast bereut, nur eine Nacht dort zu bleiben. Unseren urspruenglichen Plan, direkt morgens frueh weiter zu fahren, haben wir jedenfalls angesichts des Super-Fruehstuecks und einer Fuehrung ueber die Farm, die Eric mit uns gemacht hat, aufgegeben. Selbst geerntete Macadamianuesse und Mangos und Kaffeebohnen im Rohzustand wie auch sonst zu sehen, wie und wo das alles waechst, was man in Deutschland nur im Obstregal findet (wenn ueberhaupt), war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung!
Weiter ging es dann Richtung Sueden, wo ich das erste Mal in einem Automatik-Auto gefahren bin (und Olli keine Kommentare zum wann-soll-geschaltet-werden machen musste). Generell ist die Big Island landschaftlich sehr abwechslungsreich: Kaffeeplantagen gehen ueber in Lavafelder, wo meilenweit nur Stein zu sehen ist, ploetzlich wird es wieder gruen, dann Regenwald, dann Regionen, wo alle Graeser total vertrocknet und wie verbrannt aussehen...
Am Black Sand Beach (warum der wohl so heisst..) haben wir einen Halt gemacht und Riesenschildkroeten aus naechster Naehe gesehen, die dort am Ufer "gegruendelt" (Insider ;-) ) haben.
Der Sand war auch faszinierend, denn es war fast so, als waere der Strand asphaltiert.
Ins Wasser sind wir jedoch nur mit den Fuessen gegangen, denn die naechste Station war Volcano, wo der Nationalpark um 5 Uhr schliesst und man auch bis dann im B&B eingecheckt haben sollte.
Unser B&B war ein "Hexenhaeuschen" von 1912 und als wir spaeter im Dunkeln ankamen, war sonst niemand da- das war schon etwas unheimlich.
Wir sind auf den Tipp von Suzette (das war echt Gold wert, denn den Rest unseres Big-Island-Aufenthaltes haben wir quasi um ihre Tipps drumrum gebastelt) noch in den Nationalpark gefahren, denn das Museum dort ist bei vulkanischer Aktivitaet auch langer als 5 Uhr geoeffnet. Dort ist eine aktuelle Caldera des Kilauea-Vulkans zu sehen. Als wir amkamen, war es noch hell und man hat nur den (giftigen Sulfur/Sulfid/Sulfat (?) (bin ja keine Chemikerin) ) Dampf aus dem Krater kommen gesehen.
Im Museum hat uns dann ein freundlicher Ranger noch einiges erzaehlt und als es dann dunkel war, konnte man die Magma aus dem Krater schimmern sehen. Das war schon sehr faszinierend, neben der schieren Groesse des Areals und dem Bewusstsein, dass da etwas brodelt, was kein Mensch beeinflussen kann!
Den naechsten Tag haben wir dann auch im Nationalpark verbracht und weiter "die Wunder dieser Erde" bewundert. Nach einem kurzen Trail durch eine Lavatube (wie sie entsteht, habt ihr glaube ich schneller gegoogelt, als dass ich es beschrieben habe) und einen Regenwald (der ueberhaupt nicht regnerisch war), war unser urspruenglicher Plan schon abgearbeitet. Vom Parkplatz aus konnte man aber auch den Iki Crater Trail machen.
Man konnte von oben in diesen Krater reinsehen und urspruenglich wollte ich nur mal auf einem erkalteten Lavafeld stehen (siehe Bild).
Als wir dann aber unten waren, haben wir uns gedacht, dass es ja doch schoener ist, den Rundweg zu gehen, als da wieder hoch zu gehen, wo man runter gekommen ist. Ohne Wasser oder sonst was dabei war das unsere persoenlicher "Devastation Trail" (der eigentlich so benannte Trail fuehrt 0,8 Meilen durch ein Gebiet, wo erforscht wird, wie die Vegetation wieder anfangt zu wachsen). Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Der Ausbruch war Ende 1959 (kurz nachdem Hawaii ein Staat der USA wurde - man mag spekulieren, ob es Zusammenhaenge gibt und was die Hollywood-Studios damit zu tun haben ;-) ) und seit 15 Jahren erst ist der Krater soweit erkaltet, dass man dort wandern kann!
Nachmittags sind wir dann noch in einem grossen Meerwasser-Becken gewesen, das durch unterirdische Hitze (durch vulkanische Aktivitaet) aufgewaermt wird und so haben wir noch ein bissche Zeit in der Salzwasser-Badewanne verbracht und uns den Pieks-Angriffen der ca. 3 cm grossen Fische (which "may become aggressive", laut Info-Schild) ausgesetzt.
Echte Lava, die ins Meer fliesst, wollten wir eigentlich auch noch sehen und sind deshalb an einen bestimmten Ort JWD gefahren. Mit Taschenlampe ausgeruestet (es wird sehr frueh sehr dunkel auf Hawaii) sind wir losgelaufen, haben aber gottseidank ein entgegenkommendes Ehepaar getroffen, die wir gefragt haben, ob es sich lohnt, man Lava sieht und wie weit es noch ist. Da man weder Lava sehen konnte und die beiden seit nachmittags unterwegs waren, haben wir unsere Tour abgebrochen und sind nach Hilo in unsere Unterkunft gefahren.
Hilo ist die einwohnerstaerkste Stadt der Big Island, deshalb hatten wir den ganzen naechsten Tag dort reserviert. Wir waren aber schnell durch (inkl. Farmer`s Market, Lilikoani`s Garden und Coconut Island), sodass wir den Nachmittag am Meer verbringen wollten. Merke jedoch: Nicht alles, was Beachpark heisst, hat Sandstrand und man kann dort ins Wasser gehen. Im Endeffekt war es ein auf-der-gruenen-Wiese-Liegen mit Meeresrauschen, das das Meer von Steinen/Felsen durchsetzt war und die Wellen auch nicht zu verachten.
Nach zwei Naechten Hilo und immer wieder der Frage, was und wo essen wir (und Fast Food im Endeffekt immer die Preis-Sattmachungs-Faktor beste Alternative war), haben wir auf der Fahrt Richtung Kona in einem Deli in einem Dorf im Norden eine typisch-amerikanische Erfahrung gemacht. Die Leute und das Essen und die Einrichtung waren einfach so, wie in einem Film, wo irgendwelche Leute Plaene machen, wie sie die Bank ueberfallen, ihre Familiengeschichte ausrollen oder, oder.
Unterwegs waren wir auch beim Punalu`u Lookout, dort kann man in das Punalu`u-Valley runter gucken, wo (angeblich) alles noch sehr unberuehrt ist.
Kurz vor Kona, wo wir die letzte Nacht verbracht haben, waren wir an einem Strand (leider faellt uns beiden der Name gerade nicht ein), der zu einem der schoensten Straende der USA gewaehlt wurde. Es war tatsaechlich super, das Wasser angenehm, die Wellen so, dass man drin "toben" (sagt man das in unserem Alter noch?) konnte und am Strand konnte man auch gut liegen.
In Kona selbst standen dann alle Zeichen auf Ironman (der gestern, also am 9. stattfand): Jeder Shop hat irgendwelche "offiziellen" Ironman-Produkte und die Triathleten tummeln sich. Das war besonders am naechsten Morgen schoen anzusehen: Olli und ich genossen unser Pancake-Fruehstueck mit Blick aufs Meer, wo die Triathleten die Kalorien wieder abtrainiert haben :-)
Mittags verliessen wir dann Big Island, eine wirklich naturmaessig absolut faszinierende Insel, in Richtung Oahu, das uns fuehlen liess, als waeren wir statt nur 40 Minuten ein paar Inseln weiter 8 Stunden nach Japan geflogen.
Dazu jedoch im naechsten Eintrag mehr... (wir machen heute wieder Fliessband-Blog-Schreiben)
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Zur Lage der Nation(en)
Laura und ich sind heute gut in Fiji angekommen - nachdem wir 10 super Tage auf Hawaii (Big Island & Oahu) hatten. Da leider sowohl auf Hawaii als auch hier auf unserer ersten Station in Fiji das Internet "schweine"-teuer ist (1,50 Dollar für 10 Minuten), hoffen wir, unsere Erlebnisse und zugehörigen Bilder im Laufe der nächsten Woche(n) nachreichen zu können. Morgen geht es aber erst einmal für 2 Tage auf eine andere "Fiji"-Insel - dort werden wir defninitiv kein Internet haben - Updates gibt es also frühstens ab Samstag :-)
Viele Grüße nach Deutschland,
Laura und Olli
Viele Grüße nach Deutschland,
Laura und Olli
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