Am nächsten Morgen ging es weiter die Great Ocean Road entlang - mit
einigen Stops an verlassenen Buchten, Stränden und interessanten
Sandsteinformationen.
Da wir in Australien bis dahin noch keine Berührungspunkte mit
Vulkanen hatten (im Gegensatz zu fast allen anderen Làndern, in denen
wir vorher waren) haben wir dann in einem erloschenen Vulkankrater zu
Mittag gegessen. Besonders spannend war hier der Koala, der neben dem
Klohäuschen im Eukalyptus hing.
Weiter ging es ins Landesinnere in den Grampians Nationalpark. Auf
Grund des hohen Durchschnittsalters unserer "Kaffeefahrt" haben wir
den etwas weniger spektakulären Aufstieg zu den sogenannten Pinnacles
erklommen. Der Weg war dennoch sehr interessant, da sich diverse
Wildblumen, Wallabies (kleine Känguruh-Art) und Steinformationen
abwechselten. Die Aussicht von der Spitze der Pinnacles war spitze
*gg* - Zeit für ein weiteres Mannschaftsfoto war auch.
Hinter unserer Übernachtungsmöglichkeit in Halls Gap war eine große
Wiese auf der viele Känguruhs ihr Abendessen zu sich nahmen und uns
die Möglichkeit zu noch mehr Fotos gaben. Außerdem wissen wir jetzt
"how little Kangaroos come to be" ;-) (die Creation-Stories der
Aboriginees sind nicht ganz an der Wahrheit dran).
In Halls Gap haben wir unsere Seniorengruppe weiterfahren lassen,
unsere Unterkunft gewechselt und zwei Tage lang den Nationalpark
unsicher gemacht.
Das Wetter war voll auf unserer Seite - mit Temperaturen von mehr als
30 Grad konnten wir die Hikes genießen. Die erste Wanderung führte an
Bachläufen und Wasserfällen vorbei zu einem Steingrat, den man
entlanglaufend/kletternd betreten kann und von dort aus 360 Grad
Aussichten bewundern kann. Besonders spannend war es, Schwärme weißer
Kakadus von oben durch die Täler fliegen zu sehen.
Wieder zurück in Halls Gap haben wir noch das lokale Aborigine
Cultural Center besucht. Auf dem Weg von dort zur Eisdiele haben wir
eine große Tiger-Schlange (sehr giftig!) gesehen, die es sich in der
Nachmittagssonne im Rindenmulch bequem gemacht hatte. Das Eis danach
hat unser Abendessen ersetzt, da es sehr groß und seeeehhhhr lecker
war.
Die zweite Wanderung führte uns auf die gegenüberliegende Seite des
Tals hoch über Halls Gap. Außer einem Wallabie und drei großen wilden
Ziegen haben wir die 300 Höhenmeter ganz alleine bewältigt. Die
Aussicht war (schon wieder) die Mühe wert, insbesondere da man nun
noch auf ein weiteres Tal hinabblicken konnte. Zurück im Hostel waren
wir sehr k.o. und haben deswegen nach einer Dusche und einem Eis den
Rest des Nachmittags lesend im Garten verbracht.
Das Wetter hat uns den Abschied aus dem "Wonderland" (so hieß der Teil
der Grampians in dem wir waren) leicht gemacht, denn es fing abends an
zu schütten und hat auch am nächsten Tag nicht aufgehört. Die Abholung
durch John, unseren neuen Guide, hat gut geklappt. Mit dieser neuen
Gruppe ging es dann zu den "Balconies" (überhängende Felsen), die im
dichten Nebel, gerade so zu erblicken waren. Wir konnten uns die
Landschaft hinter dem Nebel wenigstens vorstellen, da wir in den Tagen
zuvor genug davon gesehen hatten. Nach einer weiteren kleinen
Wanderung zu den MacKenzie-Falls (das war der Vorteil an dem Regen -
der Wasserfall war "voll") haben wir die Staatengrenze zu South
Australia gequert und die Uhren um eine halbe Stunde zurückgestellt -
komisches Zeitzonensystem...
In Bordertown haben wir weiße Känguruhs (in einem Gehege) gesehen.
Dies sind keine Albinos, sie haben jedoch die Besonderheit, dass der
Vater weiß sein muss, damit sie auch weiß werden. Weiße Mutter und
brauner Vater ergibt demnach so wie wir es erklärt gekriegt haben kein
weißes Baby.
Abends erreichten wir dann unsere letze Station Australiens -
Adelaide, auf Grund der halben Stunde Zeitunterschied zu Sydney und
Melbourne auch gern "the delayed" genannt.
Hier haben wir es sehr entspannt angehen lassen (da es auch nicht sooo
viel zu sehen gibt). Aborigine-Art, das Museum of South Australia mit
noch mehr Aborigine-Stücken und den weltweit besten Ausstopfungen von
ausgestorbenen tasmanischen Tigern, ein paar Märkte, ein Besuch von
Glenelg, einem Strandbad Adelaides wo die Kolonie Südaustralien vor
noch nicht mal 174 Jahren proklamiert wurde und umherbummeln in der
Stadt stand in den letzten drei Tagen an. Als weiteres Wildlife haben
wir 2 riesengroße Pelikane gesehen, die am Torrens River ihr zu Hause
haben. Insgesamt ist Adelaide ein eher ruhiges Städtchen, die über 1,1
Millionen Einwohner verteilen sich ganz gut hier.
In 76 Tagen um die Welt
Aus unserem Kopfkino wird Realität - nach 4 bzw. 5 Jahren an kölschen Schreibtischen werden nun Orte bereist, die mit am weitesten von unserem Alltag entfernt liegen.
Montag, 15. November 2010
Great Ocean Road
Den Komfort, den wir auf der Tour zuvor hatten, mussten wir leider
aufgeben. Der 24er Bus war bis auf den letzten Platz besetzt. Zudem
saßen wir noch auf dem Radkasten, was die Beinfreiheit weiter
einschränkte...
Die Fahrt führte uns zur Great Ocean Road, dem größten Kriegsdenkmal
weltweit. Dies erklärt sich dadurch, dass die heimkehrenden Soldaten
nach dem ersten Weltkrieg hier eine neue Beschäftigung fanden und
diese Straße bauten, direkt am Meer entlang.
Zwischendrin haben wir nach den wilden Känguruhs auch wilde Koalas
gesehen, wobei der Begriff wild auf diese hauptsächlich schlafenden
putzigen Tierchen eher nicht zutrifft.
Einige Foto-Stopps führten uns schließlich zu den 12 Apostles,
Sandsteinformationen im Meer, die dadurch entstehen, wenn das Meer
Buchten aushöhlt und schließlich Landmasse abschnürt. Da Wind, Wetter
und Wellen fleißig weiterarbeiten, geht die Erosion weiter und einige
der Aposteln sehen so aus, als müssten sie sich demnächst auf ein
Leben unter Wasser einstellen (wann genau ihnen dieses Schicksal blüht
kann allerdings keiner sagen).
Weil es so schön war (und Bestandteil unserer Tour ist), ging es
abends zum Sonnenuntergang noch einmal zu den Viewing Platforms, wo
der Nebel um die Felsen für eine zauberhafte Stimmung sorgte.
aufgeben. Der 24er Bus war bis auf den letzten Platz besetzt. Zudem
saßen wir noch auf dem Radkasten, was die Beinfreiheit weiter
einschränkte...
Die Fahrt führte uns zur Great Ocean Road, dem größten Kriegsdenkmal
weltweit. Dies erklärt sich dadurch, dass die heimkehrenden Soldaten
nach dem ersten Weltkrieg hier eine neue Beschäftigung fanden und
diese Straße bauten, direkt am Meer entlang.
Zwischendrin haben wir nach den wilden Känguruhs auch wilde Koalas
gesehen, wobei der Begriff wild auf diese hauptsächlich schlafenden
putzigen Tierchen eher nicht zutrifft.
Einige Foto-Stopps führten uns schließlich zu den 12 Apostles,
Sandsteinformationen im Meer, die dadurch entstehen, wenn das Meer
Buchten aushöhlt und schließlich Landmasse abschnürt. Da Wind, Wetter
und Wellen fleißig weiterarbeiten, geht die Erosion weiter und einige
der Aposteln sehen so aus, als müssten sie sich demnächst auf ein
Leben unter Wasser einstellen (wann genau ihnen dieses Schicksal blüht
kann allerdings keiner sagen).
Weil es so schön war (und Bestandteil unserer Tour ist), ging es
abends zum Sonnenuntergang noch einmal zu den Viewing Platforms, wo
der Nebel um die Felsen für eine zauberhafte Stimmung sorgte.
Kangaroos and the City
Der nächste Tour-Bus hat uns dann morgens eingesammelt und es ging in
den nahe gelegenen Nationalpark Wilsons-Promontory. Hier sind wir
bewaffnet mit unseren DigiCams auf Känguruhjagd gegangen. Ein Mob
Eastern Grey ist uns dann direkt vor die Linsen geraten - bzw. wir
haben sie beim Frühstück gestört - und wir konnten uns nicht an ihnen
satt sehen.
Bei der Wanderung durch einen Teil des Nationalparks ist uns besonders
der Tidal River aufgefallen, der einen rot-bräunlichen Farbton hat.
Dafür sind die hier wachsenden Teebäume verantwortlich (und
Eukalyptus), deren Öle aus den Wurzeln ins Wasser gewaschen werden.
Am höchsten Punkt der Wanderung, dem Pillar-Point, konnte man den Fluss
und den angrenzenden Squeaky-Beach gut überblicken. Diesen Strand kann
man kaum geräuschlos queren, da der Sand so fein ist, dass jeder
Schritt ihn quietschen lässt.
In Melbourne haben wir zunächst den Central-Business-District erkundet
und haben festgestellt, dass die Stadt etwas mehr Herz hat als Sydney
und uns deswegen besser gefallen hat. Geschockt haben wir außerdem ein
riesiges Weihnachtskinderbespaßungsprogramm in der Fußgängerzone
den nahe gelegenen Nationalpark Wilsons-Promontory. Hier sind wir
bewaffnet mit unseren DigiCams auf Känguruhjagd gegangen. Ein Mob
Eastern Grey ist uns dann direkt vor die Linsen geraten - bzw. wir
haben sie beim Frühstück gestört - und wir konnten uns nicht an ihnen
satt sehen.
Bei der Wanderung durch einen Teil des Nationalparks ist uns besonders
der Tidal River aufgefallen, der einen rot-bräunlichen Farbton hat.
Dafür sind die hier wachsenden Teebäume verantwortlich (und
Eukalyptus), deren Öle aus den Wurzeln ins Wasser gewaschen werden.
Am höchsten Punkt der Wanderung, dem Pillar-Point, konnte man den Fluss
und den angrenzenden Squeaky-Beach gut überblicken. Diesen Strand kann
man kaum geräuschlos queren, da der Sand so fein ist, dass jeder
Schritt ihn quietschen lässt.
In Melbourne haben wir zunächst den Central-Business-District erkundet
und haben festgestellt, dass die Stadt etwas mehr Herz hat als Sydney
und uns deswegen besser gefallen hat. Geschockt haben wir außerdem ein
riesiges Weihnachtskinderbespaßungsprogramm in der Fußgängerzone
beobachtet. Hier bekommen die Kinder via Liveschaltung vorgegaukelt,
dass sich der Weihnachtsmann auf Hawaii befindet - dabei ist doch wohl
klar, dass er seine Rentiere in Lappland schult :-P
Der Queen Victoria Market ist eine Melbourner Institution. Hier
bekommt man so ziemlich alles - vor allem aber Ramsch. Der größte
Unterschied zu bspw. dem Markt in Mexico City war jedoch das
Nichtvorhandensein von Pornos sowie die etwas aufdringlicheren
Verkäufer. Der anschließende Besuch am Meer war leider etwas frisch.
Eingemummelt haben wir etwas gelesen, bevor wir uns mit Churros in
heißer Schokolade aufgewärmt haben (Schoki wie in Valencia).
Das Australische Museum für bewegte Bilder hat die Geschichte der
bewegten Bilder vom Anfang bis heute mit vielen Beispielen
dargestellt. Auch Computerspiele werden dort vorgestellt - zur
Belohnung sind wir ein paar Runden Mario Kart gefahren und haben
Tetris und Sensible Soccer gespielt (ohne den Joystick
abzubrechen!!!).
Mit einem Spaziergang am Yarra River, durch einen Park und am
War-Memorial vorbei (an dem tags zuvor Hillary Clinton zu Besuch war)
haben wir unseren Stop in Melbourne ausklingen lassen und uns geistig
auf die nächste Bustour vorbereitet.
dass sich der Weihnachtsmann auf Hawaii befindet - dabei ist doch wohl
klar, dass er seine Rentiere in Lappland schult :-P
Der Queen Victoria Market ist eine Melbourner Institution. Hier
bekommt man so ziemlich alles - vor allem aber Ramsch. Der größte
Unterschied zu bspw. dem Markt in Mexico City war jedoch das
Nichtvorhandensein von Pornos sowie die etwas aufdringlicheren
Verkäufer. Der anschließende Besuch am Meer war leider etwas frisch.
Eingemummelt haben wir etwas gelesen, bevor wir uns mit Churros in
heißer Schokolade aufgewärmt haben (Schoki wie in Valencia).
Das Australische Museum für bewegte Bilder hat die Geschichte der
bewegten Bilder vom Anfang bis heute mit vielen Beispielen
dargestellt. Auch Computerspiele werden dort vorgestellt - zur
Belohnung sind wir ein paar Runden Mario Kart gefahren und haben
Tetris und Sensible Soccer gespielt (ohne den Joystick
abzubrechen!!!).
Mit einem Spaziergang am Yarra River, durch einen Park und am
War-Memorial vorbei (an dem tags zuvor Hillary Clinton zu Besuch war)
haben wir unseren Stop in Melbourne ausklingen lassen und uns geistig
auf die nächste Bustour vorbereitet.
Donnerstag, 4. November 2010
From Sydney to Foster
Nach 4 super Tagen in Sydney ging es dann so richtig los. Da wir uns bei der Planung der Reise ueberlegt hatten, dass 6 Wochen "Selbstorganisation im Campervan" vielleicht doch etwas anstrengend sind (vor allem wenn man die zurueckzulegenden Strecken in NZ und AUS beruecksichtigt), haben wir uns fuer die Strecken Sydney - Melbourne und Melbourne - Adelaide eine Busreise gebucht (OZExperience). Die Idee dahinter ist, dass bis zu 15 Leute von einem Guide/Busfahrer die interessanten Orte, die auf der jeweiligen Strecke liegen, gezeigt und erklaert bekommen und man seinen Aufenthalt an den jeweiligen Orten selbst verlaengern kann - die Tour, mit der man gekommen ist faehrt dann weiter und man wird von der naechsten Tour (1-2 Tage spaeter) wieder eingesammelt.
Der erste Stopp der Tour war in Canberra. Die Hauptstadt Australiens ist wie bspw. Brasilia eine Retortenstadt, die vollstaendig auf dem Reissbrett entstanden ist (da sich Melbourne und Sydney nicht einig wurden, wer von den beiden die Hauptstadt sein soll). Dementsprechend trocken und leblos fuehlt sich die Stadt auch an, das Stadtbild wurde geometrisch korrekt aehnlich eines Dreiecks angelegt. Neben dem Kriegsmuseum, dass an die Beteiligung der Australier in zahlreichen Konflikten erinnert, haben wir den Sitz der Regierung besichtigt. Dieser ist frei begehbar (lang lebe die Demokratie!) und beeindruckt vor allem durch seine Architektur und die nahezu verschwenderische Verwendung von Marmor bei der Innenraumgestaltung. Interessant ist zudem, dass es statt der geplanten 200 Mio australischen Dollar 1,1 Milliarden AUD gekostet hat (erinnert an Deutschland?!). Dies lag wohl aber nicht am Marmor, sondern vielmehr daran, dass das Gebaeude mehrstoeckig in den Gevornment Hill eingelassen wurde. Dies hat den Hintergrund, dass der Regierungssitz nicht UEBER den Menschen, sondern auf Augenhoehe stehen soll. Ein interessanter Ansatz (aber teuer...). Der auf dem Regierungssitz thronende Flaggenmast ist uebrigens der schwerste der Welt (wens interessiert *g*).
Nach Canberra ging es weiter nach Thredbo, DEM Wintersport Ort Australiens. Ausserhalb der Saison war dort absolut tote Hose, was uns jedoch nicht davon abhielt, am naechsten Morgen mit dem Sessellift zum "Basecamp" des Mount Kosciuszko zu fahren und den hoechsten Berg Australiens (2228 Meter) zu erklimmen. Dies gestaltet sich in der Theorie einfach, da der gesamte Weg bis oben hin mit Planken belegt ist. In der Praxis sah das etwas anders aus, da viele Streckenabschnitte noch mit Schnee bedeckt waren und unsere Hiking-Schuhe aus diesem Grund zum zweiten Mal (nach Tongariro-Crossing) durchweichten. Zur Spitze des Berges und zurueck zum Sessellift waren es insgesamt ca. 14 Kilometer, die wir im Laufe des Vormittags bewaeltigten und mit super Aussichten (Bild 1) - und dem Wissen, dass wir fuer 1 Minute die hoechsten Menschen auf australischem Boden waren (Bild 2) - belohnt wurden. (Kalt war es dort auch: bei 3 Grad Lufttemperatur und eisigem Wind waren wir ganz froh, als wir wieder im warmen Bus sassen *g*)
Da die Strecke von Sydney nach Melbourne nicht so kurz ist, standen nach der Bergbesteigung erst einmal 6h Fahrt an, die sich auf Grund der engen Schotterstrasse (Barry Way) durch einen Nationalpark mit viel Tierreich dennoch interessant gestaltete. Unter anderem haben wir Emus, Kaenguruhs und Wallabies (kleine Kaenguruhs) gesehen - leider waren sie oftmals zu schnell fuer die Kamera (bzw. den Fotografen)...
Das Ziel der Fahrt war Lakes Entrance, ein kleines Doerfchen am Meer, dass am 90 Mile Beach liegt. Nach einer Portion Fish & Chips ging es dann an besagtes, um den nahenden Sonnenuntergang zu betrachten. Um jedoch zum Meer zu kommen, muss man zunaechst ueber eine Bruecke ueber einen grossen Zubringerfluss gehen. Der Fluss wird von grossen schwarzen Schwaenen mit knallroten Schnaebeln regiert, die sich nicht zu schade sind, nach Essen zu betteln/schnattern.
Der erste Stopp der Tour war in Canberra. Die Hauptstadt Australiens ist wie bspw. Brasilia eine Retortenstadt, die vollstaendig auf dem Reissbrett entstanden ist (da sich Melbourne und Sydney nicht einig wurden, wer von den beiden die Hauptstadt sein soll). Dementsprechend trocken und leblos fuehlt sich die Stadt auch an, das Stadtbild wurde geometrisch korrekt aehnlich eines Dreiecks angelegt. Neben dem Kriegsmuseum, dass an die Beteiligung der Australier in zahlreichen Konflikten erinnert, haben wir den Sitz der Regierung besichtigt. Dieser ist frei begehbar (lang lebe die Demokratie!) und beeindruckt vor allem durch seine Architektur und die nahezu verschwenderische Verwendung von Marmor bei der Innenraumgestaltung. Interessant ist zudem, dass es statt der geplanten 200 Mio australischen Dollar 1,1 Milliarden AUD gekostet hat (erinnert an Deutschland?!). Dies lag wohl aber nicht am Marmor, sondern vielmehr daran, dass das Gebaeude mehrstoeckig in den Gevornment Hill eingelassen wurde. Dies hat den Hintergrund, dass der Regierungssitz nicht UEBER den Menschen, sondern auf Augenhoehe stehen soll. Ein interessanter Ansatz (aber teuer...). Der auf dem Regierungssitz thronende Flaggenmast ist uebrigens der schwerste der Welt (wens interessiert *g*).
Nach Canberra ging es weiter nach Thredbo, DEM Wintersport Ort Australiens. Ausserhalb der Saison war dort absolut tote Hose, was uns jedoch nicht davon abhielt, am naechsten Morgen mit dem Sessellift zum "Basecamp" des Mount Kosciuszko zu fahren und den hoechsten Berg Australiens (2228 Meter) zu erklimmen. Dies gestaltet sich in der Theorie einfach, da der gesamte Weg bis oben hin mit Planken belegt ist. In der Praxis sah das etwas anders aus, da viele Streckenabschnitte noch mit Schnee bedeckt waren und unsere Hiking-Schuhe aus diesem Grund zum zweiten Mal (nach Tongariro-Crossing) durchweichten. Zur Spitze des Berges und zurueck zum Sessellift waren es insgesamt ca. 14 Kilometer, die wir im Laufe des Vormittags bewaeltigten und mit super Aussichten (Bild 1) - und dem Wissen, dass wir fuer 1 Minute die hoechsten Menschen auf australischem Boden waren (Bild 2) - belohnt wurden. (Kalt war es dort auch: bei 3 Grad Lufttemperatur und eisigem Wind waren wir ganz froh, als wir wieder im warmen Bus sassen *g*)
Da die Strecke von Sydney nach Melbourne nicht so kurz ist, standen nach der Bergbesteigung erst einmal 6h Fahrt an, die sich auf Grund der engen Schotterstrasse (Barry Way) durch einen Nationalpark mit viel Tierreich dennoch interessant gestaltete. Unter anderem haben wir Emus, Kaenguruhs und Wallabies (kleine Kaenguruhs) gesehen - leider waren sie oftmals zu schnell fuer die Kamera (bzw. den Fotografen)...
Das Ziel der Fahrt war Lakes Entrance, ein kleines Doerfchen am Meer, dass am 90 Mile Beach liegt. Nach einer Portion Fish & Chips ging es dann an besagtes, um den nahenden Sonnenuntergang zu betrachten. Um jedoch zum Meer zu kommen, muss man zunaechst ueber eine Bruecke ueber einen grossen Zubringerfluss gehen. Der Fluss wird von grossen schwarzen Schwaenen mit knallroten Schnaebeln regiert, die sich nicht zu schade sind, nach Essen zu betteln/schnattern.
Nach einer Nacht in Lakes Entrance und einigen Stopps an Lookout Points sind wir dann am Vormittag in Foster angekommen. Hier hatten wir von vornherein einen Hop-Off eingeplant und mussten demnach unsere Tour (und unseren lustigen Guide) weiterfahren lassen. Die kleine Jugendherberge (12 Betten), in der wir die naechsten 2 Naechte verbracht haben, war zwar nachts etwas kuehl, sticht aber durch die groessere Persoenlichkeit im Vergleich zu den Massenschlafanlagen, in denen wir bisher in den Staedten waren, heraus. Leider musste ich enttaescht feststellen, dass das Bier "Foster's" nicht in Foster gebraut wird. Nachdem ich das verkraftet hatte, haben wir den ersten Tag entspannt das Doerfchen und die naehere Umgebung erkundet und ein Gefuehl fuer das laendliche Leben in Australien gewonnen - und Kaenguruhfleisch gegrillt und gegessen!
Am zweiten Tag haben wir dann eine Radtour entlang einem stillgelegten Schienenbett unternommen. Der Great Southern Rail Trail ist insgesamt 50 km lang (einfach Strecke). Da unsere gemieteten Fahrraeder uns deutlich zu klein waren, sind wir nach 25 km umgedreht und uns mit der halben Strecke (insgesamt immer noch 50 km) begnuegt.
Zwar haben wir hier keine Koalas/Kaenguruhs/Wombats/Emus gesehen, bis dahin war uns aber auch nicht bewusst, dass Papageien Tannenzapfen essen. Irgendwie geht mir das immer noch nicht in den Kopf - ich bin immer davon ausgegangen, dass sie exotische Fruechtchen knabbern und Kokosnussmilch trinken...
Wie bereits erwaehnt, waren uns unsere Fahrraeder deutlich zu klein - ich glaube 18 Zoll Reifen hatte ich mit 12 Jahren?! Dies fuehrte dazu, dass die eigentlich nicht so steilen Anstiege zu einer wahren Tortur wurden und dass ich heute kaum sitzen kann. Erste Anzeichen dafuer, waren bereits gegen Ende der Radtour zu erkennen (siehe Bild).
Gleich werden wir von der naechsten Tour wieder aufgesammelt und es geht zunaechst in den Nationalpark Wilsons Promontory, bevor der Bus weiter nach Melbourne faehrt.
Sonntag, 31. Oktober 2010
OZtralia
Nachdem wir unseren Campervan in Christchurch abgegeben hatten wurden wir direkt zum Flughafen "transferiert". Leider wird dieser gerade umgebaut, so dass die 5h Wartezeit sehr langsam vergingen. Dafür verging die Zeit im Flugzeug "wie im Flug" (hahaha X)), Emirates war wohl die bis dato beste Gesellschaft, mit der wir geflogen sind.
In Sydney angekommen sind wir mit einem Shuttle zum Hostel in der Innenstadt gebracht worden.
Den ersten Ausflug ins Stadtzentrum haben wir dann am nächsten Morgen unternommen. Der Unterschied zum vergleichsweise beschaulichen Auckland (immerhin 1,4 Mio Einwohner) ist groß: der Lärm ist lauter, der Betrieb auf den Straßen wuseliger und die Gebäude sind höher.
In Darling Harbour, einem auf hipp- getrimmten Hafenviertel haben wir zunächst die Aussicht genossen und sind an der Promenade entlangflaniert um dann das Sydney Aquarium zu besuchen.
Hier wohnen einheimische Fische, Korallen und sonstige Meereslebewesen in großen Aquarien. Beeindruckend war neben einem sehr schnellen, und damit kaum zu fotografierenden, Platypus, Mini-Oktopussen, Riesenrochen und ganz vielen bunten Korallenfischen auch der Unterwassertunnel, in dem man mit 4 Meter langen Haien auf Tuchfühlung gehen konnte. Nach diesem Ausflug zu Nemo und seinen Freunden haben wir den Tag mit window-shopping und einem Besuch im Hyde Park ausklingen lassen.
Da wir die Landbewohner Australiens nicht diskriminieren wollten, sind wir am darauffolgenden Tag in die Sydney Wildlife World, ebenfalls in Darling Harbour, gegangen.
Hier waren es nicht unbedingt die großen Tiere, die uns beeindruckt haben - vielmehr haben wir ca 15 Minuten das Treiben roter Bullenameisen und deren Fortschritt bei der Umschichtung von Larven im Bau beobachtet. Sowohl die giftigste Spinne als auch die giftigste Schlange der Welt schlummerten in ihren Terrarien und konnten uns so keine Angst einjagen. Trotzdem sind wir froh, dass wir in Neuseeland campen waren (wo es keine giftigen Tierchen gibt) *g* Die schläfrigen Koalas und müden Känguruhs konnten von der Betriebsamkeit auch nicht mit den Ameisen mithalten, waren aber dennoch sehr schön aus der Nähe zu beobachten.
Als weitere Tagespunkte standen architektonische Highlihhts auf dem Programm: von Darling Harbour aus sind wir zur Harbour Bridge gelaufen und haben die Aussiht von der Mitte der Brücke genossen (und unser nächstes Ziel ins Auge gefasst) - das Opera House! Auf dem Weg dorthin haben wir uns noch beide mit einem Eis gestärkt.
Preisfrage: Welche Farbe hat das Äußere des Gebäudes? Falsch, es ist nicht weiß, wie Postkarten und die Berichterstattung von Olympia 2000 vorgaukeln! Vielmehr ist es ein eierschalfarbenes Etwas, von der Struktur nicht weniger beeindruckend.
Sydney ist zwar eine Metropole mit mehreren Millionen Einwohnern, unsere Points of Interest waren aber alle fußläufig zu erreichen - der Botanische Garten lag auf unserem Nachhauseweg.
Bondi Beach - den ich (Laura) mit einem Bild eines als Weihnachtsmann verkleideten Australiers in Badehose verbinde, war dann gestern unser Ziel. Wir hatten uns schönstes Wetter ausgesucht und konnten so unsere in NZ verlorene Bräune wieder etwas auffrischen. Olli war fast der Farbigste am ganzen Strand, ich habe mich auch ziemlich braun gefühlt - dank der Tatsache, dass viele Australier eben doch von Briten abstammen und auch Japaner nicht als dunkelhäutiges Volk bekannt sind :-P 19,8 Grad Wassertemperatur entsprachen jedoch nicht unseren Gewohnheiten, sodass wir das Meer den Surfern überlassen haben :-)
Den höchsten Punkt Sydneys haben wir dann heute erklommen - nicht wie ihr es von uns gewohnt seid mit einer Wanderung, sondern mit dem Aufzug. Der Skytower steht zentral in der Innenstadt, sodass man rundum ganz viel sehen kann: das Meer, die Häfen, die Oper, die Harbour Bridge, den Flughafen und ganz viel mehr. Das war ein schöner Abschluss und quasi eine Zusammenfassung unserer Sightseeing-Aktivitäten der vorherigen Tage.
Dass heute Sonntag ist, merkt man in der Innenstadt überhaupt nicht: alle Geschäfte hatten auf und die Menschen wimmelten überall herum.
Ab Morgen lassen wir uns dann ein bisschen an die Hand nehmen mit unseren Aktivitäten, da wir mit dem Bus Richtung Adelaide fahren und der Busfahrer gleichzeitig Guide ist und uns alles erklärt und zeigt (so zumindest der Plan).
In Sydney angekommen sind wir mit einem Shuttle zum Hostel in der Innenstadt gebracht worden.
Den ersten Ausflug ins Stadtzentrum haben wir dann am nächsten Morgen unternommen. Der Unterschied zum vergleichsweise beschaulichen Auckland (immerhin 1,4 Mio Einwohner) ist groß: der Lärm ist lauter, der Betrieb auf den Straßen wuseliger und die Gebäude sind höher.
In Darling Harbour, einem auf hipp- getrimmten Hafenviertel haben wir zunächst die Aussicht genossen und sind an der Promenade entlangflaniert um dann das Sydney Aquarium zu besuchen.
Hier wohnen einheimische Fische, Korallen und sonstige Meereslebewesen in großen Aquarien. Beeindruckend war neben einem sehr schnellen, und damit kaum zu fotografierenden, Platypus, Mini-Oktopussen, Riesenrochen und ganz vielen bunten Korallenfischen auch der Unterwassertunnel, in dem man mit 4 Meter langen Haien auf Tuchfühlung gehen konnte. Nach diesem Ausflug zu Nemo und seinen Freunden haben wir den Tag mit window-shopping und einem Besuch im Hyde Park ausklingen lassen.
Da wir die Landbewohner Australiens nicht diskriminieren wollten, sind wir am darauffolgenden Tag in die Sydney Wildlife World, ebenfalls in Darling Harbour, gegangen.
Hier waren es nicht unbedingt die großen Tiere, die uns beeindruckt haben - vielmehr haben wir ca 15 Minuten das Treiben roter Bullenameisen und deren Fortschritt bei der Umschichtung von Larven im Bau beobachtet. Sowohl die giftigste Spinne als auch die giftigste Schlange der Welt schlummerten in ihren Terrarien und konnten uns so keine Angst einjagen. Trotzdem sind wir froh, dass wir in Neuseeland campen waren (wo es keine giftigen Tierchen gibt) *g* Die schläfrigen Koalas und müden Känguruhs konnten von der Betriebsamkeit auch nicht mit den Ameisen mithalten, waren aber dennoch sehr schön aus der Nähe zu beobachten.
Als weitere Tagespunkte standen architektonische Highlihhts auf dem Programm: von Darling Harbour aus sind wir zur Harbour Bridge gelaufen und haben die Aussiht von der Mitte der Brücke genossen (und unser nächstes Ziel ins Auge gefasst) - das Opera House! Auf dem Weg dorthin haben wir uns noch beide mit einem Eis gestärkt.
Preisfrage: Welche Farbe hat das Äußere des Gebäudes? Falsch, es ist nicht weiß, wie Postkarten und die Berichterstattung von Olympia 2000 vorgaukeln! Vielmehr ist es ein eierschalfarbenes Etwas, von der Struktur nicht weniger beeindruckend.
Sydney ist zwar eine Metropole mit mehreren Millionen Einwohnern, unsere Points of Interest waren aber alle fußläufig zu erreichen - der Botanische Garten lag auf unserem Nachhauseweg.
Bondi Beach - den ich (Laura) mit einem Bild eines als Weihnachtsmann verkleideten Australiers in Badehose verbinde, war dann gestern unser Ziel. Wir hatten uns schönstes Wetter ausgesucht und konnten so unsere in NZ verlorene Bräune wieder etwas auffrischen. Olli war fast der Farbigste am ganzen Strand, ich habe mich auch ziemlich braun gefühlt - dank der Tatsache, dass viele Australier eben doch von Briten abstammen und auch Japaner nicht als dunkelhäutiges Volk bekannt sind :-P 19,8 Grad Wassertemperatur entsprachen jedoch nicht unseren Gewohnheiten, sodass wir das Meer den Surfern überlassen haben :-)
Den höchsten Punkt Sydneys haben wir dann heute erklommen - nicht wie ihr es von uns gewohnt seid mit einer Wanderung, sondern mit dem Aufzug. Der Skytower steht zentral in der Innenstadt, sodass man rundum ganz viel sehen kann: das Meer, die Häfen, die Oper, die Harbour Bridge, den Flughafen und ganz viel mehr. Das war ein schöner Abschluss und quasi eine Zusammenfassung unserer Sightseeing-Aktivitäten der vorherigen Tage.
Dass heute Sonntag ist, merkt man in der Innenstadt überhaupt nicht: alle Geschäfte hatten auf und die Menschen wimmelten überall herum.
Ab Morgen lassen wir uns dann ein bisschen an die Hand nehmen mit unseren Aktivitäten, da wir mit dem Bus Richtung Adelaide fahren und der Busfahrer gleichzeitig Guide ist und uns alles erklärt und zeigt (so zumindest der Plan).
Neuseelands letzter Streich
Am Lake Matheson soll man eigentlich schöne Reflektionen des Mt Cook und Mt Tasman auf der Wasseroberfläche sehen können - der Wind über dem See und die Wolken vor dem Bergen verdarben uns dieses Spiel, umrundet haben wir den See trotzdem!
Weiter hinein in die Alpen führte es uns nach Wanaka, im Winter ein Skiort, im Sommer See- und Wanderziel für viele "Kiwis". Die Besteigung des Mt Iron (ca 700m) erlaubte es uns eine 360 Grad Aussicht auf das umliegende schneebedeckte Alpenpanorama und die Seen Hawea und Wanaka zu werfen. Dazu hatten wir endlich mal mildere Temperaturen, viel Sonne und blauen Himmel - wir wären am liebsten länger da geblieben.
Unser straffer Zeitplan "zwang" uns jedoch nachmittags weiter nach Queenstown zu fahren - dem Adventure-Dorf Neuseelands. Die Männer sehen alle aus wie ewig junge Skilehrer und das ganze Dorf erinnert sehr an einen Schweizer Luftkurort. Zufälligerweise fand am Wochenende ein Jazz-Festival statt, wo wir uns ein Open-Air Konzert angeschaut haben. Da wir so südlich waren, ging die Sonne (verglichen zu Fiji) sehr spät unter (nach acht!!!).
Auf dem Weg nach Christchurch haben wir regelmäßig an den zahlreichen türkisblauen Seen (Lake Tekapo, Pukaki, Namen vergessen) angehalten und relaxt. Die Farbe der Seen entsteht durch feinste Mineralien, die sich durch ehemalige Gletscher im Wasser gelöst haben. Die Farbe hat auf jeden Fall etwas sehr Beruhigendes - was bei den tlw. anstrengenden Tagen zuvor sehr gelegen kam.
Zivilisation (und ihre Vorzüge: Internet!!!) haben wir seit gestern wieder: die letzte Station in Nz ist Christchurch. Von unserem sehr zentral gelegenen Campingplatz zur Stadtmitte sind es nur 5 Minuten. Neben dem sich in vollster Frühlingspracht präsentierenden botanischen Garten (ächz) haben wir heute endlich das Nationaltier Neuseelands gesehen: den Kiwi. Nicht als Kuscheltier oder Schlüsselanhänger sondern echt und lebendig in einem dunklen Zuchtgehege (da nachtaktiv). Ein sehr putziges Tierchen, so ein Kiwi :-)
Ab Morgen berichten wir euch dann (hoffentlich wieder regelmäßiger) von Känguruhs und Wombats - es geht nach Sydney!
Weiter hinein in die Alpen führte es uns nach Wanaka, im Winter ein Skiort, im Sommer See- und Wanderziel für viele "Kiwis". Die Besteigung des Mt Iron (ca 700m) erlaubte es uns eine 360 Grad Aussicht auf das umliegende schneebedeckte Alpenpanorama und die Seen Hawea und Wanaka zu werfen. Dazu hatten wir endlich mal mildere Temperaturen, viel Sonne und blauen Himmel - wir wären am liebsten länger da geblieben.
Unser straffer Zeitplan "zwang" uns jedoch nachmittags weiter nach Queenstown zu fahren - dem Adventure-Dorf Neuseelands. Die Männer sehen alle aus wie ewig junge Skilehrer und das ganze Dorf erinnert sehr an einen Schweizer Luftkurort. Zufälligerweise fand am Wochenende ein Jazz-Festival statt, wo wir uns ein Open-Air Konzert angeschaut haben. Da wir so südlich waren, ging die Sonne (verglichen zu Fiji) sehr spät unter (nach acht!!!).
Auf dem Weg nach Christchurch haben wir regelmäßig an den zahlreichen türkisblauen Seen (Lake Tekapo, Pukaki, Namen vergessen) angehalten und relaxt. Die Farbe der Seen entsteht durch feinste Mineralien, die sich durch ehemalige Gletscher im Wasser gelöst haben. Die Farbe hat auf jeden Fall etwas sehr Beruhigendes - was bei den tlw. anstrengenden Tagen zuvor sehr gelegen kam.
Zivilisation (und ihre Vorzüge: Internet!!!) haben wir seit gestern wieder: die letzte Station in Nz ist Christchurch. Von unserem sehr zentral gelegenen Campingplatz zur Stadtmitte sind es nur 5 Minuten. Neben dem sich in vollster Frühlingspracht präsentierenden botanischen Garten (ächz) haben wir heute endlich das Nationaltier Neuseelands gesehen: den Kiwi. Nicht als Kuscheltier oder Schlüsselanhänger sondern echt und lebendig in einem dunklen Zuchtgehege (da nachtaktiv). Ein sehr putziges Tierchen, so ein Kiwi :-)
Ab Morgen berichten wir euch dann (hoffentlich wieder regelmäßiger) von Känguruhs und Wombats - es geht nach Sydney!
Dienstag, 26. Oktober 2010
Neuseeland - Teil 4 - Ab in den Sueden
Die Fährüberfahrt verlief problemlos - da unser Campervan die Handbremse nur zur Dekoration besitzt, hatten wir Bedenken, dass wir im Bauch der Fähre einen Massencrash beim Andocken verursachen...
Auf der Südinsel angekommen ging es durch Weinfelder (Weintrauben werden hier in Tälern angebaut) nach Nelson auf einen Campingplatz mit gaaanz viel warmem Duschwasser :-) Im Nelson-Lake-Nationalpark haben wir nach drei Tagen Abstinenz "endlich" mal wieder eine Wanderung gemacht. Es ging durch einen Regenwald am Lake Rotiti (oder so - die Namen klingen alle so ähnlich) entlang eines Bachlaufes zu einer kleinen Erhöhung und dann wieder am See zurück zum Parkplatz. Unterwegs haben wir sehr viele unterschiedliche, vollständig fremde Vogelstimmen gehört - und ansonsten die absolute Ruhe genossen. Dort haben wir das erste Mal festgestellt, wie absolut glasklar die meisten Seen und Flüsse auf der Südinsel sind. Man kann meistens viele Meter bis auf den Grund sehen und "fish-spotting" betreiben.
An der Westküste entlang sind wir gen Süden gefahren und haben unterwegs in Carters Beach gehalten (und genächtigt). Ein schôner Weg entlang der Steilküste führte uns zu einer Felsplattform, von der aus man unter sich eine Fellrobbenkolonie in freier Wildbahn betrachten konnte. Die haben ein Leben.... In der Sonne liegen und ab und zu nach einem Fischchen tauchen - klingt verlockend :-)
Die etwas südlicher gelegenen Pancake-Rocks haben wir danach besichtigt. Gefühlte 1000 Fotos später waren wir immer noch begeistert von den Felsformationen und haben zur Feier des Tages abends Pfannkuchen gegessen :-D
In Franz Josef, einem Dorf direkt am Fuße des gleichnamigen Gletschers, war der Name unseres Campingplatzes Programm: im Rainforest Retreat schüttete es die ganze Nacht.
Zur Wanderung an den Fuß des Gletschers hatten sich die Wolken wieder beruhigt und uns nur noch ein wenig die Sicht auf den Gletscher versperrt. Eine Besteigung kam für uns nach Tongariro-Crossing jedoch nicht in Frage, außerdem war unsere Ausstattung mehr für mildere Regionen ausgelegt.
Auf der Südinsel angekommen ging es durch Weinfelder (Weintrauben werden hier in Tälern angebaut) nach Nelson auf einen Campingplatz mit gaaanz viel warmem Duschwasser :-) Im Nelson-Lake-Nationalpark haben wir nach drei Tagen Abstinenz "endlich" mal wieder eine Wanderung gemacht. Es ging durch einen Regenwald am Lake Rotiti (oder so - die Namen klingen alle so ähnlich) entlang eines Bachlaufes zu einer kleinen Erhöhung und dann wieder am See zurück zum Parkplatz. Unterwegs haben wir sehr viele unterschiedliche, vollständig fremde Vogelstimmen gehört - und ansonsten die absolute Ruhe genossen. Dort haben wir das erste Mal festgestellt, wie absolut glasklar die meisten Seen und Flüsse auf der Südinsel sind. Man kann meistens viele Meter bis auf den Grund sehen und "fish-spotting" betreiben.
An der Westküste entlang sind wir gen Süden gefahren und haben unterwegs in Carters Beach gehalten (und genächtigt). Ein schôner Weg entlang der Steilküste führte uns zu einer Felsplattform, von der aus man unter sich eine Fellrobbenkolonie in freier Wildbahn betrachten konnte. Die haben ein Leben.... In der Sonne liegen und ab und zu nach einem Fischchen tauchen - klingt verlockend :-)
Die etwas südlicher gelegenen Pancake-Rocks haben wir danach besichtigt. Gefühlte 1000 Fotos später waren wir immer noch begeistert von den Felsformationen und haben zur Feier des Tages abends Pfannkuchen gegessen :-D
In Franz Josef, einem Dorf direkt am Fuße des gleichnamigen Gletschers, war der Name unseres Campingplatzes Programm: im Rainforest Retreat schüttete es die ganze Nacht.
Zur Wanderung an den Fuß des Gletschers hatten sich die Wolken wieder beruhigt und uns nur noch ein wenig die Sicht auf den Gletscher versperrt. Eine Besteigung kam für uns nach Tongariro-Crossing jedoch nicht in Frage, außerdem war unsere Ausstattung mehr für mildere Regionen ausgelegt.
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