Sonntag, 26. September 2010

Downtown Mexico City

Wer jetzt glaubt, dieser Eintrag befasst sich mit schicken Bars (besser: Lounges), Restaurants und teuren Modegeschaeften liegt falsch: direkt gegenueber von unserem Hostel (also Downtown/historisches Stadtzentrum) befindet sich eine der wichtigsten Ausgrabungsstaetten Mexicos: Templo Mayor.



Dieser Tempel war das Zentrum des Imperiums der Azteken bis er 1521 von den Spaniern zerstoert wurde - und aus dessen Steinen die Kathedrale gebaut wurde, welche namensgebend fuer das Hostel ist, in dem wir wohnen. Erstaunlich ist, dass der Tempel erst 1978 entdeckt wurde. Dementsprechend sind immer noch nicht alle angrenzenden (und darunterliegenden) Strukturen freigelegt, was auf Grund der dichten Bebauung Mexico Citys mittelfristig wohl auch nicht zu bewaeltigen ist.
Um den Tempel besichtigen zu koennen, wurden Planken und Wege ueber und durch die Ruinen gezogen. Somit konnten wir (bei wiedermal gutem Wetter) die Ausgrabungen besichtigen.



Anschliessend sind wir noch in das zugehoerige Museum gegangen, in dem wir die Funde, die innerhalb des Tempels gemacht wurden, angeschaut haben. Die Ausstellung war zwar nicht mit der im Nationalmuseum fuer Anthropologie zu vergleichen, aber dennoch sehr interessant, da man zu den einzelnen Stuecken den Ort zuordnen kann, an dem sie gefunden wurden.


Ausserdem konnten wir bei den "Sanitarios" Sozialstudien durchfuehren: Eine mexikanische Grundschule (alle schoen in Uniform und die Maedels sogar mit der gleichen Haarschleife) musste genau zur gleichen Zeit aufs Klo wie wir. Olli kam direkt dran, da die Schul-Jungs schon fertig waren. Ich hingegen musste noch ca. 25 Maedels vor mir passieren lassen...

Da wir noch etwas Zeit hatten, bis der Bus nach Oaxaca abfuhr, sind wir in der Fussgaengerzone in ein Eiscafe gegangen. Dort gab es riesige Baellchen und in Deutschland nicht alltaegliche Sorten: Laura hatte die Sorte "Mango-Chili" und ich "Blueberry". Da es in dem Cafe sehr gemuetlich war, haben wir uns direkt noch einen Kaffee gegoennt.


Anschliessend ging es mit der Metro zum Busterminal. Da Berufsverkehr herrschte, gibt es einen abgetrennten Bereich fuer alleinreisende Damen. Warum das so ist, haben wir am eigenen Leib erfahren - ich glaube so nahe wie in dieser Bahnfahrt war mir bis jetzt noch kein anderer Mann :-) Laura musste sich dann dazwischenquetschen *g*

Am Busterminal haben wir uns dann bei Domino´s eine Pizza (jeder eine!) geholt. Lustig war, dass die Verkaueferin die Pizza nicht in ihrer eigenen Filiale in den Ofen geschoben hat sondern hat liefern lassen. Da sie warm und sehr lecker war (nicht die Verkaueferin!), haben wir darueber hinweggesehen.
Die Busfahrt (6h) nach Oaxaca war dann ziemlich anstregend. Der Busfahrer hoerte Merengue, auf den Fernsehern liefen bis um Mitternacht Disney Filme (u.a. G-Force: Agenten mit Biss) und der Ton dazu in ohrenbetaeubender Lautstaerke ueber abschaltbare Lautsprecher ueber den Sitzen. Leider waren viele Kinder im Bus... Selbst meine Versuche, via Kopfhoerer + Ipod abzuschalten und zu schlafen, wurden durch die Fahrweise des Busfahrers boykottiert. Eine Militaerkontrolle irgendwo im Nirgendwo machten dann mein Glueck perfekt. Fuer die Rueckfahrt nach Mexico City haben wir einen "Platinum"-Bus gebucht - eigentlich kann es nur besser werden :-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen